ONLINE-KONGRESS
12.11. bis 22.11.2020

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Kathleen Richter

Krankenschwester

Wir sind mit der Fragestellung, ob und wie Intensivmedizin und Sterbebegleitung zusammenpassen, herangegangen. Die Antwort ist nicht schwer. JA! Das passt zusammen. Natürlich ist eine Begleitung auf einer ITS etwas ganz anderes als in einem Hospiz, einer Palliativstation oder zu Hause. Natürlich gibt es viele Patienten, die übertherapiert und/oder nicht gut begleitet werden. Das ist uns beiden klar. Gleichzeitig war es uns wichtig, den Blick darauf zu richten, wie es gelingen kann. Menschen sterben auf Intensivstationen. „Unser täglich Brot“, sagt Leni. Für diesen Moment ist es wichtig, zu sehen, was dieser Mensch jetzt braucht und was innerhalb der Möglichkeiten umsetzbar ist. Und das ist eine ganze Menge, wie ich finde. „Ich sitze unheimlich gern am Bett - vor allem dann, wenn keine Zugehörigen da sein können.“ Sie nimmt sich die Zeit, die eigentlich nicht da ist. Strukturiert, reflektiert und flexibel, mit einem starken Team im Rücken, ermöglicht sie ein würdevolles Sterben, auch auf einer Intensivstation.

Kathleen Richter

Als Krankenschwester, auf einer Intensivstation mit einer Berufserfahrung von knapp 20 Jahren in allen Bereichen der Pflege, habe ich viel gesehen und erlebt. Ob es Einblicke in die ambulante Pflege oder in die Arbeit mit körperlich sowie geistig Schwerstbehinderten waren, ob in der Rolle einer Wohnbereichsleiterin in einem Pflegeheim, ob als Arbeitskraft in der häuslichen Intensivpflege für Kinder sowie Erwachsene oder jetzt seit 10 Jahren auf IMC / ITS, war doch eines immer gleich: Neben vielen geretteten und geheilten Patienten habe ich auch sehr viel Leid erlebt. Die Angst vor dem Sterben, den Prozess des Sterbens und den Tod sowie die Begleitung der Angehörigen. Diese Erfahrungen haben mich stark geprägt.

Ich freue mich, dass mir dieser Online-Kongress die Möglichkeit gibt, meine Meinung aus Sicht einer Krankenschwester zum Thema Sterben und Sterbebegleitung auf einer Intensivstation darzustellen.

Dazu mehr im Interview 😊

Ich teile bereits viele meiner Erfahrungen, die ich als Krankenschwester erlebe, mit einer interessierten Followerschaft auf meinem Instagram-Account. Wer mag, kann gern einmal vorbeischauen: https://www.instagram.com/le_ni_fee/

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1 Kommentar

  • Sonja May

    Ich hatte mich sehr auf dieses Interview gefreut, weil ich selbst auf der Intensivstation an einer Uniklinik arbeite und bei uns Palliativansprechpartnerin bin mit der PalliativCare Weiterbildung. Ich hatte mir jedoch mehr erhofft. Aus Sicht der Pflege kann ich sehr wohl viel tun und entscheiden, wenn Ärzte nicht aufhören konnen/wollen. Auch die Art und Weise wie man auf einer ITS die Therapie beenden kann ist bei vielen Ärzten noch ein Problem (Ernährung beenden, terminal Extubieren, usw.). Und die maximalen Therapiemöglichkeiten machen es den Ärzten immer schwerer auch bei Alten, Multimorbiden aufzuhören. Da hatte ich gehofft, das mehr Informationen zu diesen Abläufen kommt um aufzuklären…Auf einer ITS ist Palliativmedizin-/Pflege sehr wichtig, weil auch da viel gestorben wird… aber es ist ein anderes sterben….

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